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Libanesische Bergotter

Informationen zur Schlangenart

Libanesische Bergotter Familie / Ordnung / Unterordnung:

Lateinischer Name:
Montivipera bornmuelleri

Aussehen

Die Libanesische Bergotter, auch bekannt als Montivipera bornmuelleri, ist eine giftige Schlange, die in den Bergregionen des Libanons, Syriens und Israels vorkommt. Sie gehrt zur Familie der Vipern und kann eine Lnge von bis zu einem Meter erreichen. Das Aussehen dieser Schlange ist sehr markant und kann leicht von anderen Arten unterschieden werden. Die Oberseite des Krpers ist von einer braunen oder grauen Farbe und weist oft ein zickzackfrmiges Muster auf. Die Bauchseite ist meist heller und kann beige bis cremefarben sein. Die Augen der Libanesischen Bergotter sind auffllig gro und haben eine vertikale Pupille. Der Kopf ist dreieckig und breiter als der Hals. Auf dem Kopf befindet sich ein aufflliges Schuppennetz, das oft als V-frmig beschrieben wird. Die Schuppen am Rcken sind gekielt und sorgen fr eine raue Oberflche. Ein weiteres Merkmal der Libanesischen Bergotter sind die kurzen, aber krftigen Giftzhne, die sich im vorderen Teil des Kiefers befinden. Die Frbung dieser Zhne variiert zwischen gelb und dunkelbraun. Zusammenfassend lsst sich sagen, dass die Libanesische Bergotter aufgrund ihres markanten Aussehens und ihrer giftigen Natur eine gefhrliche Schlange ist, die in ihrer natrlichen Umgebung respektiert werden sollte.

Verbreitungsgebiet

Die Libanesische Bergotter, auch bekannt als Montivipera bornmuelleri, ist in den Bergregionen des Libanons, Syriens und Israels heimisch. Innerhalb dieses Gebiets ist sie jedoch auf spezifische Gebirgsregionen beschrnkt, wie beispielsweise dem Anti-Libanon, dem Libanon-Gebirge, dem Berg Hermon oder dem Dschebel al-Arab.

Lebensraum

Die Libanesische Bergotter bewohnt vorwiegend felsige Gebiete in Hhenlagen zwischen 800 und 2500 Metern. Sie kommt sowohl in trockenen als auch feuchten Lebensrumen vor und bewohnt oft Felsspalten, Felsvorsprnge oder auch unterirdische Hhlen. Diese Schlange ist anpassungsfhig und kann in verschiedenen Habitaten leben, wie beispielsweise Wldern, Buschland oder auch Agrarlandschaften. Sie bevorzugt jedoch Gebiete mit einer hohen Beutevielfalt, wie beispielsweise Nagetiere, Eidechsen und Vgel. Die Libanesische Bergotter ist aufgrund ihrer beschrnkten Verbreitung und ihres spezifischen Lebensraums anfllig fr Umweltvernderungen und den Verlust von Lebensraum. Der Schutz ihres Lebensraums und ihrer Beutetiere ist somit entscheidend fr den Erhalt dieser Art.

Verhalten

Die Libanesische Bergotter ist eine scheue und zurckgezogene Schlange, die sich bei Bedrohung jedoch schnell verteidigt. Wenn sie sich bedroht fhlt, stellt sie ihren Krper auf und richtet den Kopf auf, um sich grer und bedrohlicher zu machen. Bei anhaltender Bedrohung kann sie auch zubeien und ihr Gift einsetzen. Diese Schlange ist dmmerungs- und nachtaktiv und verbringt den grten Teil des Tages in Verstecken wie Felsspalten oder Hhlen. Sie ist jedoch in der Regel nicht territorial und kann sich auch im gleichen Versteck mit anderen Individuen aufhalten. In der kalten Jahreszeit hlt die Libanesische Bergotter Winterruhe, um Energie zu sparen und den Winter zu berleben. Diese Ruhephasen knnen mehrere Monate dauern und werden oft in greren Gruppen abgehalten.

Ernhrung der Libanesischen Bergotter (Montivipera bornmuelleri)

Die Libanesische Bergotter ist eine Fleischfresserin und ernhrt sich von einer Vielzahl von Beutetieren, wie beispielsweise Nagetieren, Eidechsen, Vgeln und anderen Schlangen. Sie jagt ihre Beute aktiv und schleicht sich oft lautlos an sie heran, bevor sie blitzschnell zuschnappt und sie mit ihrem Gift ttet. Diese Schlange hat eine hohe Stoffwechselrate und muss regelmig Beute machen, um gengend Energie fr ihren Stoffwechsel zu haben. Ihr Jagdverhalten ist oft opportunistisch und hngt von der Verfgbarkeit von Beutetieren in ihrem Lebensraum ab.

Fortpflanzung der Libanesischen Bergotter (Montivipera bornmuelleri)

Die Libanesische Bergotter ist ovipar und legt ihre Eier im Frhling oder Sommer. Die Anzahl der Eier pro Gelege variiert zwischen vier und zwlf und die Jungschlangen schlpfen nach einer Inkubationszeit von etwa 80 Tagen aus den Eiern. Die Geschlechtsreife erreichen die Libanesischen Bergotter im Alter von drei bis fnf Jahren. Die Paarung findet im Frhjahr statt und die Mnnchen kmpfen oft um die Weibchen. Die Paarungszeit kann mehrere Wochen dauern und die Weibchen legen ihre Eier etwa einen Monat nach der Paarung. Die Jungschlangen sind bei der Geburt etwa 15 bis 20 Zentimeter lang und sind von Anfang an selbststndig. Sie sind jedoch aufgrund ihrer geringen Gre und des hohen Prdationsdrucks besonders gefhrdet und haben eine hohe Sterblichkeitsrate in den ersten Lebensmonaten.

Gefhrdung

Die Libanesische Bergotter (Montivipera bornmuelleri) ist aufgrund ihres begrenzten Verbreitungsgebiets und ihres spezifischen Lebensraums anfllig fr verschiedene Bedrohungen. Die folgenden Faktoren beeintrchtigen den Fortbestand dieser Art:

Lebensraumzerstrung

Die fortschreitende Urbanisierung, die Rodung von Wldern und die Umwandlung von natrlichen Lebensrumen in Agrar- und Weideflchen beeintrchtigen den Lebensraum der Libanesischen Bergotter. Insbesondere die Zerstrung von Felsen und Felsvorsprngen als wichtige Versteck- und Lebensrume sowie der Verlust der Beutetiere haben einen negativen Einfluss auf das berleben der Art.

Wilderei und illegaler Handel

Die Libanesische Bergotter wird wegen ihres schnen Aussehens und ihrer seltenen Art oft illegal als Haustier gehandelt. Auch ihr Gift hat medizinische Anwendungen und wird illegal gehandelt. Die Entnahme von Wildtieren aus der Natur kann den Bestand der Art bedrohen und zu einem Rckgang der Population fhren.

Vernderungen des Klimas und Umweltverschmutzung

Klimavernderungen und Umweltverschmutzung knnen den Lebensraum der Libanesischen Bergotter negativ beeinflussen und ihre Beutetiere und Nahrungsquellen beeintrchtigen. Auch die Erhhung der Durchschnittstemperaturen kann sich negativ auf die Art auswirken, da sie eine Kaltblutspezies ist und auf khle Temperaturen angewiesen ist. Um den Fortbestand der Libanesischen Bergotter zu gewhrleisten, sind verschiedene Schutzmanahmen notwendig. Dazu zhlen die Erhaltung und Wiederherstellung von natrlichen Lebensrumen, die Eindmmung von illegaler Wilderei und der Handel mit Wildtieren, sowie die Aufklrung der Bevlkerung und die Umsetzung von Manahmen zum Klimaschutz und zur Reduzierung von Umweltverschmutzung.

Haltung

Die Haltung von Wildtieren, einschlielich der Libanesischen Bergotter, ist in vielen Lndern gesetzlich geregelt und oft nur mit entsprechenden Genehmigungen erlaubt. Aufgrund der speziellen Bedrfnisse dieser Art sollte ihre Haltung nur von erfahrenen Haltern durchgefhrt werden, die ber das notwendige Wissen und die Ressourcen verfgen, um die Tiere artgerecht zu halten. Die Haltung von Libanesischen Bergottern erfordert ein Terrarium mit ausreichend Platz, Verstecken und Kletter- und Kriechmglichkeiten. Das Terrarium sollte auch ber eine gute Beleuchtung, eine ausreichende Belftung und eine Temperaturkontrolle verfgen, um die Bedrfnisse dieser Kaltblutspezies zu erfllen. Die Ernhrung sollte aus einer Vielzahl von Beutetieren bestehen, wie z.B. Nagetieren, Eidechsen und Vgeln. Es ist wichtig zu beachten, dass die Haltung von Wildtieren wie der Libanesischen Bergotter sehr anspruchsvoll sein kann und dass es viele Faktoren gibt, die bei der Entscheidung zur Haltung bercksichtigt werden sollten. Bevor man sich fr die Haltung dieser Art entscheidet, sollte man daher umfangreiche Recherchen durchfhren, sich ber die gesetzlichen Bestimmungen informieren und sich gegebenenfalls von einem Experten beraten lassen.

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung der Libanesischen Bergotter (Montivipera bornmuelleri) ist in freier Wildbahn nicht genau bekannt, aber sie wird aufgrund ihrer langsamen Lebensweise und ihres relativ geringen Fortpflanzungspotenzials auf etwa 10-15 Jahre geschtzt. In menschlicher Obhut kann die Lebenserwartung der Libanesischen Bergotter jedoch variieren und hngt von vielen Faktoren ab, wie z.B. der Qualitt der Pflege, der Ernhrung, der Verfgbarkeit von Verstecken und Klettermglichkeiten und der Kontrolle der Umgebungsbedingungen. Unter optimalen Bedingungen knnen Libanesische Bergotter in Gefangenschaft mglicherweise lnger leben als in freier Wildbahn.

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